BORDEAUX JAHRGANG 2017

“Kompliziertes Jahr” oder “Hatte ich ‘ne schlechte Woche?”

17 verschiedene Proben, 424 Weine, 5 Tage. Das war mein Pensum bei der diesjährigen Präsentation des neuen Bordeaux-Jahrgangs 2017. Zurück in Bremen habe ich lange mit mir um eine Einschätzung gerungen, denn ich fand die Weine schwierig, die Proben anstrengend und die Weine nicht immer wirklich überzeugend. Umso erstaunter habe ich registriert, wie meine – sicherlich noch kompetenteren- Berufskollegen mit höchsten Bewertungen geradezu verschwenderisch umgehen. Da stellen sich Fragen: “Hat mich das kalte Wetter beeinflusst”, “Habe ich die falschen Weine probiert”, “Hatte ich falsche Erwartungen”?Wie dem auch sei, ich persönlich empfand die Verkostungen als penible Rosinenpickerei – einige Enttäuschungen, viel, aber eben auch einige wenige köstliche Tropfen.Bei meinem Urteil habe ich mich von drei Fragen leiten lassen:- Finde ich die Qualität des Weines spannend und/oder verspricht er   diese  perspektivisch?- Stimmt das Preis-Genuss-Verhältnis?- Würde ich diesen Wein wirklich gerne im Keller haben, so dass sich die Subscription auch lohnt? Na, dann mal los …..